Go-live ist nicht der Erfolg. Nutzung ist der Erfolg.
In vielen Unternehmen wird der Go-live eines neuen Softwaresystems als Höhepunkt eines Projekts gefeiert. Doch dieser technische Meilenstein markiert lediglich den Übergang von der Entwicklungs- zur Nutzungsphase. Der wahre Erfolg eines Softwareprojekts zeigt sich erst in der tatsächlichen Anwendung des Systems im Arbeitsalltag. Warum ist das so?
Warum Go-live als Erfolgsmetrik zu kurz greift
Der Go-live bezeichnet den Moment, in dem ein neues System offiziell in den produktiven Betrieb übergeht. Doch dieser Zeitpunkt allein sagt wenig über die tatsächliche Nutzung und den Nutzen des Systems aus. Ein System kann technisch einwandfrei funktionieren, aber wenn es nicht von den Mitarbeitenden angenommen wird, bleibt der erhoffte Mehrwert aus.
Fünf Gründe, warum Nutzung scheitert
Unzureichende Schulung und Unterstützung:
Oft wird angenommen, dass eine einmalige Schulung ausreicht. Doch ohne kontinuierliche Unterstützung und Anpassungen an die Bedürfnisse der Nutzer kann die Akzeptanz leiden.
Fehlende Einbindung der Führungskräfte:
Wenn Führungskräfte den Wandel nicht aktiv unterstützen und vorleben, fehlt es an Vorbildern und Motivation für die Mitarbeitenden.
Unklare Prozesse und Verantwortlichkeiten:
Wenn Prozesse nicht klar definiert sind oder sich nicht an das neue System anpassen, entstehen Unsicherheiten und Widerstand.
Technische Probleme und Bugs:
Unzureichende Tests oder unvorhergesehene technische Schwierigkeiten können den Arbeitsalltag behindern und Frustration verursachen.
Fehlende Kommunikation und Feedback-Kultur:
Ohne regelmässige Kommunikation und die Möglichkeit, Feedback zu geben, fühlen sich Mitarbeitende nicht gehört und sind weniger bereit, das System zu nutzen.
Was Unternehmen vor, während und nach dem Go-live tun sollten
Um den Erfolg eines Softwareprojekts sicherzustellen, sollten Unternehmen folgende Schritte beachten:
Vor dem Go-live:
Frühzeitige Einbindung der Nutzer:
Die Mitarbeitenden sollten von Anfang an in den Prozess eingebunden werden, um Akzeptanz zu schaffen und wertvolles Feedback zu erhalten.
Klare Kommunikation der Ziele:
Es muss transparent kommuniziert werden, warum das neue System eingeführt wird und welche Vorteile es bietet.
Umfassende Schulungen anbieten:
Schulungen sollten nicht nur einmalig sein, sondern kontinuierlich angeboten werden, um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Während des Go-live:
Intensive Unterstützung bereitstellen:
Ein Support-Team sollte bereitstehen, um bei Problemen schnell reagieren zu können und den Mitarbeitenden Sicherheit zu geben.
System überwachen:
Die Performance des Systems sollte kontinuierlich überwacht werden, um frühzeitig auf technische Schwierigkeiten reagieren zu können.
Nach dem Go-live:
Feedback einholen und auswerten:
Regelmässige Feedback-Runden helfen, Schwachstellen zu identifizieren und kontinuierliche Verbesserungen umzusetzen.
Erfolge feiern und kommunizieren:
Erreichte Meilensteine sollten anerkannt und kommuniziert werden, um Motivation und Engagement zu fördern.
Fazit
Der Go-live eines neuen Systems ist ein wichtiger Schritt, aber er ist nicht das Ende des Veränderungsprozesses. Die tatsächliche Nutzung und der Nutzen des Systems hängen massgeblich von der aktiven Einbindung der Mitarbeitenden, klaren Prozessen und einer unterstützenden Unternehmenskultur ab. Abexis unterstützt Unternehmen dabei, Softwareprojekte erfolgreich umzusetzen und Veränderungen nachhaltig im Alltag zu verankern.